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Glossar

Wärmepumpen-Glossar — Fachbegriffe verständlich erklärt.

JAZ, COP, GEG, BAFA — kein Durchblick mehr im Abkürzungs-Salat? Hier alle wichtigen Begriffe rund um Wärmepumpe, Förderung und Heizungstausch — kurz erklärt.

47 Begriffe · einfach suchen
A1 Begriff
Abtauung
Bei Luft-Wärmepumpen kann sich im Winter Reif oder Eis auf dem Verdampfer (Außeneinheit) bilden. Die Abtauung schmilzt diese Vereisung gezielt ab, meist durch kurzzeitige Umkehr des Kältekreislaufs. Moderne Geräte steuern das automatisch und bedarfsgerecht, damit die Effizienz möglichst hoch bleibt.
B3 Begriffe
BAFABundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Das BAFA war früher zentrale Stelle für die Heizungsförderung. Seit 2024 läuft die Förderung für den Heizungstausch in Wohngebäuden über die KfW (Programm 458); das BAFA fördert weiterhin bestimmte Einzelmaßnahmen und gewerbliche Bereiche. Welcher Weg für Ihr Vorhaben gilt, klären wir in der Förderberatung.
BivalenzBivalenter Betrieb / Bivalenzpunkt
Beim bivalenten Betrieb deckt die Wärmepumpe den Großteil des Wärmebedarfs, ein zweiter Wärmeerzeuger (etwa ein Heizstab oder ein vorhandener Kessel) springt nur an besonders kalten Tagen ein. Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, ab der diese Zusatzheizung zugeschaltet wird. Eine gute Auslegung hält diese Stunden gering, sodass die Wärmepumpe wirtschaftlich bleibt.
Brauchwasser-WärmepumpeWarmwasser-Wärmepumpe
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe erwärmt ausschließlich das Trinkwarmwasser und nicht die Raumheizung. Sie nutzt meist die Wärme der Umgebungsluft, zum Beispiel aus Keller oder Hauswirtschaftsraum. Sie eignet sich als platzsparende Ergänzung, etwa zusätzlich zu einer bestehenden Heizung oder einer Photovoltaikanlage.
C1 Begriff
COPCoefficient of Performance
Der COP gibt das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zu eingesetzter elektrischer Leistung in einem bestimmten Betriebspunkt an. Ein COP von 4 bedeutet, dass aus 1 Kilowattstunde Strom 4 Kilowattstunden Wärme entstehen. Er ist ein Laborwert für einen festen Punkt; für den Jahresdurchschnitt ist die JAZ aussagekräftiger.
E4 Begriffe
Effizienzbonus
Zusätzlicher Förderbaustein der KfW-Heizungsförderung für besonders umweltschonende Wärmepumpen. Er wird gewährt, wenn als Wärmequelle Erdwärme, Grundwasser oder Abwasser genutzt wird oder ein natürliches Kältemittel wie Propan (R290) zum Einsatz kommt. Stand 2026 beträgt er 5 Prozentpunkte zusätzlich zur Grundförderung.
Eigenverbrauch
Der Eigenverbrauch beschreibt den Anteil des selbst erzeugten Photovoltaik-Stroms, den Sie direkt im Haus nutzen, statt ihn einzuspeisen. In Kombination mit einer Wärmepumpe lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern, weil die Wärmepumpe einen großen Stromverbraucher darstellt. Ein Stromspeicher und eine zeitlich gesteuerte Betriebsweise erhöhen den Eigenverbrauch zusätzlich.
Einkommensbonus
Förderbaustein der KfW-Heizungsförderung für selbst nutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis zu einer festgelegten Grenze (Stand 2026: 40.000 Euro jährlich). Er beträgt zusätzliche 30 Prozentpunkte. Gemeinsam mit Grund- und Geschwindigkeitsbonus ergibt sich so eine maximale Förderung von bis zu 70 Prozent.
ErdsondeErdwärmesonde
Eine Erdwärmesonde ist eine senkrechte Bohrung, in die Rohre eingebracht werden, durch die eine Soleflüssigkeit zirkuliert und Erdwärme aufnimmt. Typische Bohrtiefen liegen zwischen 50 und 150 Metern. Erdsonden liefern über das ganze Jahr konstante Temperaturen und ermöglichen hohe Jahresarbeitszahlen, erfordern aber eine Genehmigung und eine Bohrung.
F3 Begriffe
Flächenheizung
Sammelbegriff für Heizsysteme, die Wärme über große Flächen abgeben, etwa Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen. Durch die große Fläche genügen niedrige Vorlauftemperaturen, was den Betrieb einer Wärmepumpe sehr effizient macht. Wo keine Flächenheizung vorhanden ist, helfen größere Heizkörper oder Niedertemperatur-Heizkörper.
FlächenkollektorErdwärmekollektor
Ein Flächenkollektor besteht aus waagerecht in etwa 1,2 bis 1,5 Metern Tiefe verlegten Rohrschlangen, die der oberflächennahen Erdwärme entziehen. Er benötigt eine entsprechend große, unbebaute und unversiegelte Grundstücksfläche. Im Vergleich zur Erdsonde ist keine Tiefenbohrung nötig, der Flächenbedarf ist dafür deutlich höher.
Fußbodenheizung
Eine Fußbodenheizung gibt Wärme über große Flächen im Boden ab und kommt deshalb mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. Das macht sie zum idealen Partner einer Wärmepumpe, weil niedrige Vorlauftemperaturen die Effizienz erhöhen. Auch in Bestandsgebäuden lässt sich der Betrieb optimieren, etwa durch einen hydraulischen Abgleich.
G1 Begriff
GEGGebäudeenergiegesetz
Das Gebäudeenergiegesetz, oft „Heizungsgesetz“ genannt, regelt seit dem 01.01.2024 unter anderem, dass neu eingebaute Heizungen einen Anteil erneuerbarer Energien aufweisen müssen. In Neubaugebieten gilt die 65-Prozent-Vorgabe sofort, im Bestand greifen die Pflichten gestaffelt entlang der kommunalen Wärmeplanung. Für München gilt als Richtwert die Frist zum 30.06.2026 (Stand 2026).
H4 Begriffe
HeizkurveHeizkennlinie
Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur die Wärmepumpe in Abhängigkeit von der Außentemperatur bereitstellt. Je kälter es draußen ist, desto höher der Vorlauf. Eine gut eingestellte, möglichst flache Heizkurve sorgt für Behaglichkeit bei niedrigem Stromverbrauch und ist Teil einer sauberen Inbetriebnahme.
HeizlastGebäudeheizlast
Die Heizlast ist die Leistung in Kilowatt, die ein Gebäude an einem kalten Auslegungstag benötigt, um die gewünschten Innentemperaturen zu halten. Sie ist die Grundlage für die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe. Eine zu groß gewählte Anlage taktet häufig und verschleißt schneller, eine zu kleine erreicht die Temperaturen nicht — deshalb rechnen wir die Heizlast statt zu pauschalieren.
HeizstabElektroheizpatrone
Ein Heizstab ist eine elektrische Zusatzheizung, die direkt Strom in Wärme umwandelt und in vielen Wärmepumpen integriert ist. Er dient als Reserve an sehr kalten Tagen, zur Legionellenschaltung beim Warmwasser oder im Notfall. Da er ineffizient arbeitet, sollte er bei guter Auslegung nur selten anspringen.
Hydraulischer Abgleich
Beim hydraulischen Abgleich wird die Wassermenge in jedem Heizkreis so eingestellt, dass jeder Raum genau die benötigte Wärme erhält. Das verhindert über- und unterversorgte Räume, senkt die nötige Vorlauftemperatur und steigert die Effizienz der Wärmepumpe spürbar. Für die KfW-Förderung ist der hydraulische Abgleich verpflichtend.
I1 Begriff
InverterInverter / Leistungsmodulation
Eine Inverter-Wärmepumpe kann die Drehzahl ihres Verdichters stufenlos an den aktuellen Wärmebedarf anpassen, statt nur ein- und auszuschalten. Diese Modulation verringert das Takten, erhöht die Effizienz und sorgt für gleichmäßigere Temperaturen. Nahezu alle modernen Wärmepumpen arbeiten heute invertergeregelt.
J1 Begriff
JAZJahresarbeitszahl
Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr im Verhältnis zum eingesetzten Strom erzeugt. Eine JAZ von 4 bedeutet, dass aus 1 Kilowattstunde Strom im Jahresmittel 4 Kilowattstunden Wärme werden. Sie ist die wichtigste Praxis-Kennzahl für Wirtschaftlichkeit und hängt stark von Gebäude, Vorlauftemperatur und Auslegung ab.
K5 Begriffe
Kältemittel
Das Kältemittel ist die Arbeitsflüssigkeit im Kältekreis, die Wärme aufnimmt, verdichtet und auf einem höheren Temperaturniveau wieder abgibt. Seine Eigenschaften bestimmen Effizienz, mögliche Vorlauftemperaturen und Umweltwirkung. Zunehmend kommen natürliche Kältemittel wie Propan (R290) mit sehr geringem Treibhauspotenzial zum Einsatz.
KfWKreditanstalt für Wiederaufbau
Die KfW ist die Förderbank des Bundes und wickelt seit 2024 die Zuschussförderung für den Heizungstausch in Wohngebäuden ab (Programm 458). Eigentümer beantragen den Zuschuss über das KfW-Portal, in der Regel nachdem ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung geschlossen wurde. Den passenden Ablauf und die Bausteine klären wir in der Förderberatung.
Klima-Geschwindigkeitsbonus
Förderbaustein der KfW-Heizungsförderung für selbst nutzende Eigentümer, die ihre alte fossile Heizung frühzeitig austauschen. Stand 2026 beträgt der Bonus 20 Prozentpunkte und sinkt in den Folgejahren schrittweise. Er ist nur für selbst genutztes Wohneigentum vorgesehen.
Kommunale Wärmeplanung
Bei der kommunalen Wärmeplanung legen Städte und Gemeinden fest, wie einzelne Gebiete künftig mit Wärme versorgt werden sollen, etwa über Wärmenetze oder dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen. Sie bestimmt mit, ab wann die Erneuerbaren-Pflichten des GEG im Gebäudebestand greifen. Große Städte wie München müssen ihre Planung bis Mitte 2026 vorlegen (Stand 2026, Richtwert).
KondensatorVerflüssiger
Der Kondensator, auch Verflüssiger genannt, ist der Wärmeübertrager, an dem das verdichtete Kältemittel seine Wärme an das Heizungswasser abgibt und dabei wieder flüssig wird. Er bildet zusammen mit Verdampfer, Verdichter und Expansionsventil den Kältekreis. Hier entsteht die nutzbare Heizwärme für Ihr Gebäude.
L1 Begriff
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und überträgt sie auf das Heizungswasser. Sie ist die am häufigsten eingebaute Bauart, weil sie keine Bohrung oder Erdarbeiten benötigt und vergleichsweise günstig zu installieren ist. Bei der Aufstellung sind Schallschutz und Abstände zu Nachbargrenzen zu beachten.
M2 Begriffe
Monoblock
Bei einer Monoblock-Wärmepumpe befindet sich der gesamte Kältekreis in einem geschlossenen Gerät, meist im Außenbereich. Nur Heizungswasser wird ins Haus geführt, das Kältemittel verlässt das Gerät nicht. Das vereinfacht die Installation und ist besonders bei natürlichen Kältemitteln wie Propan verbreitet.
MonovalentMonovalenter Betrieb
Im monovalenten Betrieb deckt die Wärmepumpe den gesamten Wärmebedarf des Gebäudes allein, ohne einen zweiten Wärmeerzeuger. Voraussetzung ist eine korrekte Auslegung auf die Heizlast und passende Vorlauftemperaturen. Erdwärme-Anlagen werden wegen ihrer konstanten Quellentemperatur häufig monovalent betrieben.
N2 Begriffe
Niedertemperaturheizung
Eine Niedertemperaturheizung kommt mit Vorlauftemperaturen von etwa 35 bis 45 Grad Celsius aus, typischerweise über Flächen- oder größer dimensionierte Heizkörper. Solche niedrigen Temperaturen sind die wichtigste Voraussetzung für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb. Im Altbau lässt sich das Temperaturniveau oft durch gezielte Maßnahmen senken.
Notdienst
Ein Notdienst hilft kurzfristig, wenn die Heizung ausfällt oder eine Wärmepumpe eine Störung meldet. Für Bestandskunden halten wir eine schnelle Erreichbarkeit vor, prüfen die Anlage und stellen die Wärmeversorgung wieder her. Viele Störungen lassen sich durch regelmäßige Wartung von vornherein vermeiden.
P4 Begriffe
Paragraf 14a EnWG§ 14a Energiewirtschaftsgesetz
Nach § 14a EnWG können Netzbetreiber sogenannte steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen in Spitzenzeiten kurzzeitig in der Leistung drosseln, um das Stromnetz zu entlasten. Im Gegenzug erhalten Sie reduzierte Netzentgelte. In der Praxis bleibt die Wärmeversorgung dabei durch Pufferspeicher und Gebäudeträgheit gesichert.
Photovoltaik
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht in Strom um, der den Betrieb der Wärmepumpe unterstützen kann. Die Kombination senkt die Stromkosten und erhöht den Anteil selbst genutzter Energie, vor allem in der Übergangszeit. Mit einem Stromspeicher und passender Steuerung lässt sich der Solarstrom gezielt für die Wärmepumpe einsetzen.
PropanR290
Propan (Kältemittelbezeichnung R290) ist ein natürliches Kältemittel mit sehr geringem Treibhauspotenzial. Es ermöglicht hohe Vorlauftemperaturen und ist damit besonders für Modernisierungen im Bestand interessant. Wegen seiner Brennbarkeit kommt es überwiegend in Monoblock-Geräten im Außenbereich zum Einsatz und kann den Effizienzbonus der Förderung auslösen.
Pufferspeicher
Ein Pufferspeicher ist ein mit Heizungswasser gefüllter Behälter, der Wärme zwischenspeichert. Er entkoppelt die Wärmeerzeugung vom Verbrauch, verringert das Takten der Wärmepumpe und überbrückt Sperrzeiten oder netzbedingte Drosselungen. Größe und Notwendigkeit hängen von Anlage und Heizsystem ab.
S7 Begriffe
Schalldruck / SchallleistungdB(A)
Die Schallleistung beschreibt die gesamte vom Gerät abgegebene Geräuschenergie, der Schalldruck das, was an einem bestimmten Ort tatsächlich ankommt — beide werden in Dezibel, dB(A), angegeben. Für Luft-Wärmepumpen ist die Geräuschentwicklung bei der Aufstellung wichtig, besonders mit Blick auf Nachbargrenzen. Mit der Wahl des Geräts, dem Standort und Schallschutzmaßnahmen lässt sich der Schalldruck wirksam senken.
SCOPSeasonal Coefficient of Performance
Der SCOP ist eine jahreszeitlich gemittelte Effizienzkennzahl, die nach einer genormten Methode für ein definiertes Klima berechnet wird. Anders als der COP, der nur einen einzelnen Betriebspunkt beschreibt, bildet er den Verlauf über die Heizsaison ab. Er dient vor allem dem Vergleich von Geräten unter standardisierten Bedingungen.
SG-ReadySmart-Grid-Ready
Das SG-Ready-Label kennzeichnet Wärmepumpen, die über definierte Schaltsignale auf Vorgaben von außen reagieren können, etwa von einer Photovoltaikanlage oder einem variablen Stromtarif. So lässt sich die Wärmepumpe bevorzugt dann betreiben, wenn Strom günstig oder selbst erzeugt ist. Das erhöht Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit.
Sole-Wasser-Wärmepumpe
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über eine frostsichere Soleflüssigkeit, die in Erdsonden oder Flächenkollektoren zirkuliert. Da die Erde ganzjährig konstante Temperaturen liefert, erreicht sie hohe und gleichmäßige Jahresarbeitszahlen. Sie erfordert Erdarbeiten und je nach Quelle eine Genehmigung, läuft dafür sehr effizient.
Sperrzeit
Eine Sperrzeit ist ein Zeitfenster, in dem der Netzbetreiber die Stromzufuhr zur Wärmepumpe kurzzeitig unterbricht oder begrenzt, um Lastspitzen im Netz auszugleichen. Im Gegenzug profitieren Sie von günstigeren Stromtarifen oder Netzentgelten. Pufferspeicher und die Wärmespeicherung des Gebäudes überbrücken diese Zeiten ohne Komforteinbußen.
Split-GerätSplit-Wärmepumpe
Bei einer Split-Wärmepumpe ist der Kältekreis auf eine Außen- und eine Inneneinheit aufgeteilt, die über Kältemittelleitungen verbunden sind. Das ermöglicht eine flexible Aufstellung und teils geringere Außengeräuschpegel. Arbeiten am Kältekreis dürfen nur durch zertifizierte Fachkräfte erfolgen.
StromspeicherBatteriespeicher
Ein Stromspeicher speichert überschüssigen Solarstrom, um ihn später zu nutzen, etwa abends für die Wärmepumpe oder den Haushalt. So steigt der Anteil des selbst genutzten Stroms und die Abhängigkeit vom Netzbezug sinkt. Ob sich ein Speicher rechnet, hängt von Anlagengröße, Verbrauch und Strompreisen ab.
T1 Begriff
TA LärmTechnische Anleitung zum Schutz gegen Lärm
Die TA Lärm gibt Immissionsrichtwerte vor, die der Geräuschpegel von Anlagen wie einer Luft-Wärmepumpe an benachbarten Gebäuden nicht überschreiten soll. Maßgeblich sind dabei besonders die niedrigeren Nachtwerte. Bei der Planung berücksichtigen wir Standort, Abstand und Schallschutz, damit diese Richtwerte eingehalten werden.
V2 Begriffe
Verdampfer
Der Verdampfer ist der Wärmeübertrager, an dem das Kältemittel Wärme aus der Quelle — Außenluft, Sole oder Wasser — aufnimmt und dabei verdampft. Bei Luft-Wärmepumpen kann er im Winter vereisen und wird dann über die Abtauung wieder freigegeben. Zusammen mit Verdichter, Kondensator und Expansionsventil bildet er den Kältekreis.
Vorlauftemperatur
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizungswasser zu den Heizflächen strömt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Flächenheizungen und größere Heizkörper ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen und damit höhere Jahresarbeitszahlen.
W4 Begriffe
WärmepumpentarifWärmepumpen-Stromtarif
Ein Wärmepumpentarif ist ein gesonderter, oft günstigerer Stromtarif für den Betrieb der Wärmepumpe, der einen eigenen oder einen kombinierten Zähler voraussetzt. Im Gegenzug akzeptieren Sie meist steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG mit möglichen Sperr- oder Drosselzeiten. Ob sich ein solcher Tarif lohnt, hängt von Verbrauch, Tarifkonditionen und Netzentgelten ab.
Warmwasserspeicher
Ein Warmwasserspeicher bevorratet erwärmtes Trinkwasser, damit auch bei größerem Bedarf jederzeit warmes Wasser zur Verfügung steht. Die Wärmepumpe lädt ihn bedarfsgerecht und schaltet zur Vermeidung von Legionellen zeitweise auf höhere Temperaturen. Größe und Auslegung richten sich nach Haushaltsgröße und Zapfgewohnheiten.
Wartung
Die regelmäßige Wartung hält eine Wärmepumpe effizient und betriebssicher. Dabei werden unter anderem Drücke, Volumenströme, Einstellungen und der Zustand der Komponenten geprüft sowie sicherheitsrelevante Punkte kontrolliert. Eine gepflegte Anlage erreicht eine längere Lebensdauer und vermeidet teure Ausfälle.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt das ganzjährig relativ warme Grundwasser als Wärmequelle, das über einen Förder- und einen Schluckbrunnen erschlossen wird. Sie erreicht sehr hohe Jahresarbeitszahlen, weil die Quellentemperatur konstant und vergleichsweise hoch ist. Voraussetzung sind geeignete Grundwasserverhältnisse und eine wasserrechtliche Genehmigung.

Begriff fehlt?

Schreib uns kurz — wir ergänzen das Glossar regelmäßig um die Begriffe, nach denen am häufigsten gefragt wird.