Der Aufstellort entscheidet über Schall, Effizienz und Lebensdauer — und er lässt sich später nur mit erheblichem Aufwand ändern. Drei Anforderungen bestimmen ihn: freier Luftweg, ein sicherer Untergrund und ein funktionierender Kondensatablauf.
Freier Luftweg
Ein Außengerät wälzt 2.500 bis 5.000 m³ Luft pro Stunde um. Wird die abgekühlte Abluft wieder angesaugt, sinkt die Leistung messbar. Übliche Mindestabstände, herstellerabhängig:
| Richtung | Mindestabstand |
|---|---|
| Ausblasseite (vorn) | 1,5–3,0 m frei |
| Ansaugseite (hinten) | 0,3–0,5 m zur Wand |
| seitlich | 0,3–0,6 m |
| nach oben | 1,0–1,5 m |
| Bodenfreiheit | 0,25–0,4 m, in Schneelagen mehr |
Nicht in Ecken, Nischen oder zwischen zwei Mauern aufstellen: Dort wird der Schall reflektiert und die Luft kurzgeschlossen. Hecken und Sichtschutzelemente gehören mit Abstand gesetzt und müssen luftdurchlässig sein.
Fundament: Beton, Fertigsockel oder Wandkonsole
- Streifen- oder Punktfundament: zwei Betonstreifen, frostfrei gegründet (80 cm Tiefe), getrennt von der Hausbodenplatte. Der klassische Weg, günstig und dauerhaft.
- Fertigfundament aus Kunststoff oder Recyclingmaterial: schnell gesetzt, entkoppelt vom Erdreich, mit integriertem Kiesbett für Kondensat. Kosten 300 bis 800 €.
- Wandkonsole: spart Fläche, überträgt aber Körperschall direkt ins Mauerwerk — im Wohnhaus nur mit hochwertigen Dämpfern und nie an einer Schlafzimmerwand.
- Flachdach: möglich bei ausreichender Statik und Schwingungsentkopplung; beliebt in dichter Bebauung, siehe Mehrfamilienhaus.
Wichtig in allen Fällen: Das Fundament darf keine starre Verbindung zum Gebäude haben. Sonst wandert die Verdichterschwingung als Brummen durch die Wände.
Kondensat richtig ableiten
Im Heizbetrieb fallen je nach Witterung 10 bis 30 Liter Kondensat pro Tag an. Fehlt der Ablauf, gefriert das Wasser im Sockel und schiebt sich nach oben in den Verdampfer — die häufigste Ursache für Vereisungsprobleme.
- Kiesbett mindestens 60 × 60 cm und 50 cm tief, mit Sickerpackung
- bei bindigem Boden: Ablaufleitung frostsicher in Drainage oder Sickerschacht führen
- keine Ableitung auf Gehwege oder Zufahrten — Glatteisgefahr
- bei kritischen Lagen: Kondensatablaufheizung, rund 50 kWh Mehrverbrauch im Jahr
Die häufigsten Fehler
- Gerät in die Ecke zwischen Hauswand und Garage gestellt — Reflexion erhöht den Pegel um bis zu 6 dB(A).
- Ausblasrichtung zeigt auf das Nachbarschlafzimmer statt zur eigenen Terrasse.
- Fundament direkt an die Bodenplatte gesetzt — Körperschall im Haus.
- Zu nah an Lichtschächten und Kellerfenstern; bei R290-Geräten ist das ein Sicherheitsverstoß.
- Leitungen zwischen Gerät und Haus zu lang oder ungedämmt — jeder Meter kostet Wärme.
Rechtliches
Die Aufstellung selbst ist in Bayern verfahrensfrei, die Grenzwerte der TA Lärm gelten aber uneingeschränkt: nachts oft 40 dB(A) am Nachbarfenster. Vor der Gerätewahl gehört der Nachweis gerechnet — Details unter Genehmigung in Bayern und Schallschutz. Ob eine Haube hilft, klärt Schallschutzhaube.
Checkliste vor der Montage
- Abstände nach Herstellerangabe am Standort real abgemessen?
- Schallpegel am kritischsten Nachbarfenster gerechnet?
- Fundament frostfrei und vom Gebäude entkoppelt?
- Kondensatweg geklärt und frostsicher?
- Leitungslänge zum Technikraum minimiert?
- Schutzbereich bei brennbarem Kältemittel eingehalten?
Wir legen den Standort vor der Angebotsphase fest, nicht danach — mehr zur Installation.


