Wärmepumpen-Heizkörper sind Heizflächen, die auch bei 40 bis 45 °C Vorlauf genug Leistung abgeben. Zwei Bauarten konkurrieren: großflächige Niedertemperatur-Heizkörper, die rein über Konvektion und Strahlung arbeiten, und Gebläsekonvektoren mit kleinen Ventilatoren.
Warum normale Heizkörper an Grenzen stoßen
Die Leistung eines Heizkörpers hängt von der Übertemperatur ab — der Differenz zwischen Heizwasser und Raumluft. Fällt der Vorlauf von 70 auf 45 °C, sinkt die Leistung auf etwa 40 % des Nennwerts. Ein Heizkörper, der bei 70/55 °C 1.500 Watt liefert, schafft bei 45/38 °C nur noch rund 600 Watt.
| Vorlauf/Rücklauf | Leistung eines Typ-22-Heizkörpers (600 × 1200) |
|---|---|
| 75/65 °C | 100 % (ca. 1.900 W) |
| 55/45 °C | ca. 55 % (1.050 W) |
| 45/38 °C | ca. 36 % (690 W) |
| 35/30 °C | ca. 19 % (360 W) |
Die drei Wege zu mehr Leistung
- Größerer Heizkörper: mehr Fläche, mehr Bautiefe (Typ 33 statt 22). Passiv, lautlos, wartungsfrei — braucht aber Wandfläche.
- Niedertemperatur-Heizkörper: speziell auf große Oberfläche und guten Konvektionsweg optimiert, oft flach und breit.
- Gebläsekonvektor: ein kleiner Lüfter zwingt Luft durch das Register. Damit liefert ein kompaktes Gerät bei 40 °C so viel wie ein doppelt so großer Heizkörper.
Gebläsekonvektoren im Detail
Sie sind die kompakteste Lösung für Räume, in denen kein Platz für größere Flächen ist — Bäder, Flure, kleine Zimmer. Was zu bedenken ist:
- Stromverbrauch: 2 bis 15 Watt je Gerät im Betrieb, über die Saison 15 bis 60 kWh pro Heizkörper. Vernachlässigbar gegenüber dem Gewinn an Vorlauftemperatur.
- Geräusch: 20 bis 35 dB(A) je nach Stufe. In Schlafräumen die leiseste Stufe wählen oder passive Flächen bevorzugen.
- Kühlfunktion: Geräte mit Kondensatwanne können im Sommer aktiv kühlen — im Gegensatz zu Flächenheizungen ohne Taupunktproblem, siehe Kühlen mit der Wärmepumpe.
- Reinigung: Lamellen und Filter setzen sich mit Staub zu und gehören jährlich gereinigt.
- Stromanschluss: jedes Gerät braucht 230 V — bei Nachrüstung im Bestand oft der aufwendigste Teil.
Preise
| Bauart | Preis je Gerät | Montage |
|---|---|---|
| Standard-Heizkörper Typ 33, groß | 250–600 € | 150–350 € |
| Niedertemperatur-Heizkörper | 400–900 € | 150–350 € |
| Gebläsekonvektor (Wand) | 600–1.400 € | 250–600 € inkl. Elektro |
| Gebläsekonvektor mit Kühlfunktion | 900–1.900 € | 350–800 € |
Die wichtigste Erkenntnis: selten alle
Im typischen Bestandsgebäude reichen zwei bis vier Räume nicht aus, der Rest hat Reserven — alte Anlagen wurden großzügig ausgelegt, und seither wurden Fenster getauscht. Wer den Absenktest fährt, findet genau diese Räume und tauscht gezielt. Das kostet 1.500 bis 3.500 € statt 8.000 € für das ganze Haus.
Vorher: hydraulischer Abgleich
Ein Raum, der nicht warm wird, hat oft kein Flächenproblem, sondern ein Volumenstromproblem. Vor jedem Tausch gehört deshalb der hydraulische Abgleich und die Kontrolle der Ventilvoreinstellung. Erst danach zeigt sich, welche Heizfläche wirklich zu klein ist. Weitere Ursachen listet der Beitrag Heizkörper wird nicht warm.
Und die Fußbodenheizung?
Sie bleibt die effizienteste Heizfläche, weil sie mit 30 bis 35 °C auskommt. Nachträglich einzubauen lohnt sich meist nur bei ohnehin geplantem Bodenaufbau. Die Abwägung steht unter Heizkörper oder Fußbodenheizung, die Auswahlkriterien beim Tausch unter Heizkörper tauschen.
Wir bestimmen raumweise, was wirklich getauscht werden muss — Anfrage stellen.


