Beide Systeme erfüllen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes und werden gefördert. Der Unterschied liegt weniger im Preis als im Gebäude: Die Pelletheizung ist unabhängig von der Vorlauftemperatur, die Wärmepumpe ist unabhängig von Brennstofflieferungen und Lagerraum.
Direkter Vergleich
| Kriterium | Pelletheizung | Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Investition EFH | 25.000–38.000 € | 25.000–40.000 € |
| Förderung | bis 70 %, aber Staubfilter gefordert | bis 70 %, Effizienzbonus möglich |
| Brennstoff/Strom je Jahr* | 4,5 t Pellets ≈ 1.700 € | 5.700 kWh ≈ 1.480 € |
| Platzbedarf | Kessel + 6–10 m³ Lager | Außengerät + 1,5–2,5 m² innen |
| Wartung | jährlich, plus Ascheentleerung | jährlich, geringer Aufwand |
| Schornstein | erforderlich, Kehrpflicht | entfällt |
| Vorlauftemperatur | bis 80 °C problemlos | bis 55 °C effizient, 70 °C möglich |
| Kühlen im Sommer | nein | ja, je nach Gerät |
*20.000 kWh Wärmebedarf; Pellets 380 €/t, Strom 26 ct im Wärmepumpentarif.
Wofür die Pelletheizung spricht
- unsanierte Altbauten, die an kalten Tagen 70 bis 80 °C brauchen
- vorhandener Kellerraum für das Pelletlager und ein nutzbarer Schornstein
- Wunsch nach Unabhängigkeit vom Stromnetz
- Denkmalschutz, der ein Außengerät ausschließt
- ländliche Lage mit günstiger regionaler Pelletversorgung
Wofür die Wärmepumpe spricht
- kein Lagerraum, kein Schornstein, keine Brennstofflieferung
- geringerer Wartungs- und Reinigungsaufwand
- Kombination mit Photovoltaik senkt die Betriebskosten weiter
- Kühlfunktion im Sommer möglich, siehe Kühlen
- keine Feinstaubthematik und keine Schornsteinfegerkosten
Die Kostenfallen beider Systeme
Bei Pellets: Der Preis schwankt stark — zwischen 2021 und 2023 bewegte er sich zwischen 250 und über 700 € je Tonne. Dazu kommen Lagerraumkosten, falls kein Keller vorhanden ist (Gewebetank 2.500 bis 4.500 €), sowie ein Feinstaubabscheider, der für den vollen Fördersatz verlangt wird.
Bei der Wärmepumpe: Eine schlechte Jahresarbeitszahl verteuert den Betrieb schnell um 400 €. Kommen Heizflächen dazu, steigen die Investitionskosten. Beides ist planbar, aber nur mit sauberer Heizlastberechnung.
Die Kombination
In größeren Altbauten trifft man beides an: eine Wärmepumpe für Grundlast und Übergangszeit, ein Pelletkessel oder wassergeführter Pelletofen für die kältesten Wochen. Das senkt den Strombedarf im ungünstigsten Betriebspunkt, verdoppelt aber Wartung und Technikfläche. Die Systematik entspricht der Hybridheizung, nur mit Holz statt Gas.
Die Empfehlung nach Gebäudetyp
- Baujahr ab 1995 oder saniert: Wärmepumpe, klar.
- Bestand 1960–1990, Fenster getauscht: Wärmepumpe, nach Absenktest.
- Unsaniert, kleine Gussradiatoren, Lagerraum vorhanden: Pellets prüfen, ebenso Hochtemperatur-Wärmepumpe.
- Kein Lager, kein Schornstein: Wärmepumpe, auch im unsanierten Fall.
Wie sich Holz insgesamt schlägt, steht unter Heizen mit Holz. Wir rechnen beide Varianten für Ihr Objekt — Anfrage stellen.


