Zwischen der ersten Anfrage und der laufenden Wärmepumpe vergehen üblicherweise sechs bis zwölf Wochen. Die reine Montage dauert davon zwei bis vier Tage — der Rest ist Warten auf Dritte: Netzbetreiber, Fördermittelstelle, gelegentlich die Gerätelieferung.
Die realistische Zeitachse
| Schritt | Dauer | läuft parallel? |
|---|---|---|
| Ortstermin und Bestandsaufnahme | 1 Woche | — |
| Heizlastberechnung und Angebot | 1–2 Wochen | — |
| Bestätigung zum Antrag, Förderantrag | 1 Woche | ja |
| Förderzusage | 1–4 Wochen | ja |
| Netzbetreiber-Anmeldung | 2–6 Wochen | ja |
| Gerätelieferung | 1–8 Wochen | ja |
| Montage und Inbetriebnahme | 2–4 Tage | — |
| Einregulierung über die Heizsaison | laufend | — |
Lieferzeiten heute
Die Engpässe der Jahre 2022 und 2023 sind vorbei. Gängige Geräte gängiger Hersteller sind heute in ein bis vier Wochen verfügbar; länger dauert es bei Sondermodellen, Hochtemperaturvarianten und Herstellern mit kleinen Stückzahlen. Fragen Sie im Angebot nach einem zugesagten Liefertermin, nicht nach einer Schätzung — und klären Sie, was passiert, wenn das Gerät nicht lieferbar ist. Bei einem Gerätewechsel nach Förderzusage muss die Änderung dokumentiert und das Ersatzgerät ebenfalls gelistet sein, siehe Liste förderfähiger Wärmepumpen.
Der häufigste Verzögerer: der Netzbetreiber
Jede Wärmepumpe muss vor Inbetriebnahme angemeldet werden. Die Bearbeitung dauert je nach Netzbetreiber zwei bis sechs Wochen, in Spitzenzeiten länger. Wer die Anmeldung erst nach der Montage einreicht, hat ein fertiges Gerät, das nicht laufen darf. Die Anmeldung gehört deshalb parallel zur Planung — Details unter Stromanschluss und Zähler.
Wo sich Zeit sparen lässt
- Verbrauchsdaten vorbereiten: drei Jahre Abrechnungen bereitlegen, spart eine Rückfragerunde.
- Aufstellort früh klären: Schallnachweis vor der Gerätewahl, nicht danach.
- Parallel statt nacheinander: Förderantrag und Netzanmeldung laufen gleichzeitig.
- Sommer statt Herbst: Zwischen April und August sind Termine kürzer und die Baustelle ohne Heizbedarf entspannter.
- Elektro vorab prüfen: Reicht der Hausanschluss? Eine spätere Anschlusserhöhung kostet Wochen.
Und im Notfall?
Fällt die alte Heizung im Winter aus, gilt die Reihenfolge trotzdem: erst Förderantrag, dann Auftrag. Für die Übergangszeit gibt es mobile Heizgeräte zur Miete (150 bis 400 € pro Woche) oder den Heizstab einer bereits gesetzten Anlage. Wer aus Zeitdruck sofort beauftragt, verliert den Zuschuss vollständig — siehe KfW-Zuschuss beantragen. Bei akuten Störungen hilft der Notdienst.
Nach der Inbetriebnahme
Die Anlage läuft, ist aber noch nicht optimal eingestellt. Die eigentliche Feinarbeit passiert über die erste Heizsaison: Heizkurve in kleinen Schritten absenken, Betriebsdaten auswerten, Heizstabstunden kontrollieren. Rechnen Sie mit zwei bis drei Nachjustierungen im ersten Winter — das ist normal und im besten Fall Teil des Auftrags. Der komplette Ablauf steht unter Wärmepumpe einbauen.
Wir nennen im Angebot verbindliche Termine statt Zeitfenster — Anfrage stellen.


