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Ratgeber

Wärmepumpe im Urlaub: Einstellungen bei Abwesenheit.

Wärmepumpe bei längerer Abwesenheit: Urlaubsmodus richtig einstellen, Frostschutz, Warmwasser abschalten und was bei mehrwöchiger Leerstandszeit zu beachten ist.

Münchener Wärmepumpen2 Min. Lesezeit
Wärmepumpe im Urlaub: Einstellungen bei Abwesenheit

Bei einer Wärmepumpe lohnt sich das Absenken über kurze Zeiträume kaum — bei zwei Wochen Urlaub im Winter schon. Entscheidend ist, wie stark abgesenkt wird und was mit dem Warmwasser passiert.

Was der Urlaubsmodus macht

Fast jede Regelung hat eine Abwesenheitsfunktion. Sie senkt die Raumsolltemperatur, schaltet die Warmwasserbereitung auf Sparbetrieb oder aus und fährt die Anlage rechtzeitig vor der Rückkehr wieder hoch. Typische Einstellungen:

DauerRaumtemperaturWarmwasser
bis 3 Tageunverändert lassennormal
4–14 Tage16–18 °Caus, Legionellenprogramm beibehalten
über 2 Wochen14–16 °Caus, vor Rückkehr aufheizen
Leerstand über Monate10–12 °C, Frostschutzaus, Leitungen prüfen

Warum nicht ganz ausschalten

  • Frostschutz: Wasserführende Leitungen an Außenwänden können einfrieren; der Schaden übersteigt jede Ersparnis.
  • Bauphysik: Kalte Wände nehmen Feuchtigkeit auf. Bei Rückkehr steigt das Schimmelrisiko an Wärmebrücken.
  • Wiederaufheizen: Ein völlig ausgekühltes Haus braucht Tage — und dabei oft den Heizstab, was teurer ist als das durchgehende Halten.
  • Bei Monoblock-Geräten muss der Frostschutz der Außenleitung gewährleistet bleiben, siehe Monoblock oder Split.

Warmwasser: hier liegt die eigentliche Ersparnis

Der Speicher hält Wasser auf Temperatur, ohne dass jemand duscht. Über zwei Wochen sind das 25 bis 45 kWh reine Bereitschaftsverluste. Schalten Sie die Warmwasserbereitung deshalb ab — aber:

  • Vor der Rückkehr rechtzeitig wieder aufheizen und ein Legionellenprogramm fahren.
  • Nach längerem Stillstand alle Zapfstellen einige Minuten heiß und kalt durchspülen — bei geöffnetem Fenster und ohne im Sprühnebel zu stehen.
  • Die Zirkulationspumpe ebenfalls abschalten, siehe Zirkulation.

Sommerurlaub

Im Sommer ist der Fall einfacher: Heizbetrieb ist ohnehin aus, nur die Warmwasserbereitung läuft. Diese abzuschalten spart über drei Wochen rund 40 bis 70 kWh. Wer eine Kühlfunktion nutzt, sollte sie deaktivieren — sonst kühlt die Anlage ein leeres Haus.

Ferienhaus und selten genutzte Objekte

  • Fernzugriff einrichten, damit vor Anreise vorgeheizt werden kann, siehe App-Steuerung.
  • Temperaturwächter mit Alarm bei Unterschreiten einer Grenze installieren.
  • Bei Stilllegung über den Winter: Anlage fachgerecht entleeren lassen oder durchgehend auf Frostschutz betreiben — halbe Lösungen führen zu Frostschäden.
  • Für schnelle Aufheizung eignen sich Luft-Luft-Systeme besser als Flächenheizungen, siehe Luft-Luft-Wärmepumpe.

Was Sie vor der Abreise prüfen sollten

  • Urlaubsprogramm mit Rückkehrdatum gesetzt?
  • Warmwasser aus, Zirkulation aus?
  • Thermostatventile offen gelassen — nicht zugedreht?
  • Anlagendruck kontrolliert?
  • Bei Frostwetter: Außengerät frei von Schnee und Laub, Kondensatablauf offen?
  • Jemand, der im Störfall nach dem Rechten sieht?

Die Regeln für den laufenden Betrieb stehen unter Heizkurve einstellen und Heizung im Sommer ausschalten.

Wir richten Urlaubsprogramme bei der Einweisung mit ein — zum Service.

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