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Ratgeber

Wärmepumpe in Eigenleistung: was Sie selbst machen dürfen.

Erdarbeiten, Rückbau, Malerarbeiten: Eigenleistung senkt die Kosten. Wo die Grenze zum Fachbetrieb verläuft, was mit der Förderung passiert und welche Risiken bleiben.

Münchener Wärmepumpen2 Min. Lesezeit
Wärmepumpe in Eigenleistung: was Sie selbst machen dürfen

Eigenleistung kann bei einem Heizungstausch einen vierstelligen Betrag sparen — vor allem dort, wo Zeit statt Fachwissen gefragt ist. Entscheidend ist, die Grenze sauber zu ziehen: Es gibt Arbeiten, die schlicht nicht erlaubt sind, und solche, bei denen ein Fehler die Anlage oder die Ansprüche daran kostet.

Was in Eigenleistung gut funktioniert

  • Räumen des Technikraums, Rückbau von Verkleidungen, Entsorgung von Altmaterial
  • Erdarbeiten für Leitungsgräben und Fundament nach Vorgabe des Betriebs — Verdichtung und Maße müssen stimmen
  • Kernbohrungen vorbereiten, Durchbrüche schließen, Putz- und Malerarbeiten danach
  • Demontage alter Heizkörper und Verkleidungen
  • Dämmen von Rohrleitungen im Keller, siehe Rohrleitungsdämmung
  • Aufräumen, Transport, Materialbeschaffung nach Absprache
  • Beobachten und Dokumentieren im Betrieb, siehe Optimierungs-Checkliste

Wo die Grenze verläuft

ArbeitWarum nicht selbst
Kältekreis, KältemittelleitungenSachkundenachweis nach F-Gase-Verordnung erforderlich, siehe Kälteleitung
Anschluss an das Stromnetz, Arbeiten im Zählerschranknur durch ein eingetragenes Elektroinstallationsunternehmen zulässig
Inbetriebnahme und ParametrierungVoraussetzung für Garantie und Förderung, siehe Garantie
Erdsonden und Bohrungenwasserrechtliche Erlaubnis, Fachbetrieb mit Zertifizierung, siehe Erdwärmebohrung
Rückbau von Gasleitungen und ÖltankanlagenFachbetriebspflicht, siehe Öltank
Hydraulischer Abgleich mit NachweisFördervoraussetzung, Protokoll nur vom Fachunternehmen, siehe Abgleich

Was mit der Förderung passiert

Bei Eigenleistung sind grundsätzlich die Materialkosten förderfähig, nicht die eigene Arbeitszeit. Voraussetzung ist, dass ein Fachunternehmen die fachgerechte Durchführung und die Materialmenge bestätigt. Ohne diese Bestätigung fallen die selbst erbrachten Positionen aus der Förderung heraus — und weil der Zuschuss einen erheblichen Anteil ausmacht, kann die Ersparnis durch Eigenleistung damit rechnerisch verpuffen. Rechnen Sie beide Varianten durch, bevor Sie sich entscheiden; die Antragsseite beschreibt KfW-Zuschuss beantragen.

Die Haftungsfrage

Wer Teile selbst ausführt, übernimmt dafür die Verantwortung. Zeigt sich später ein Mangel, wird zuerst geklärt, aus wessen Gewerk er stammt — und Schnittstellen zwischen Eigen- und Fremdleistung sind genau die Stellen, an denen diese Klärung schwierig wird. Sprechen Sie deshalb vorab ab, welche Leistungen Sie übernehmen, und lassen Sie das im Auftrag festhalten. Viele Betriebe akzeptieren Eigenleistung bei Erd- und Nebenarbeiten problemlos, lehnen sie an der Anlage selbst aber ab — aus gutem Grund.

Realistische Ersparnis

Der größte Hebel liegt bei Erdarbeiten und Rückbau, also dort, wo Stunden anfallen und wenig Fachwissen nötig ist. An der Anlagentechnik selbst ist die Ersparnis gering und das Risiko hoch. Ein sinnvoller Zuschnitt sieht in der Praxis so aus: Sie bereiten vor und räumen nach, der Betrieb setzt, verrohrt, verdrahtet und nimmt in Betrieb.

Was Sie im laufenden Betrieb selbst tun können, ohne etwas zu riskieren, steht unter Wärmepumpe selbst optimieren, Heizung entlüften und Heizung nachfüllen. Was der Fachbetrieb übernimmt, listet Wärmepumpe einbauen.

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